Mathys

Kniegelenk

Allgemeine Patienteninformation

Nutzungsbedingungen | Impressum © Mathys AG Bettlach | 2018

Lexikon

Abduktion

ein seitliches Abspreizen der Gliedmassen vom Körper

Abrieb

Ausreissen kleinster Stückchen (Verschleisspartikel) aus den (künstlichen) Gelenkoberflächen bei Bewegung und Belastung

Acetabulum

Schälchen, anatomisch: Hüftgelenkpfanne

Acetylsalizylsäure

(Aspirin) ist ein Schmerzmittel mit schmerzstillenden, entzündungshemmenden und fiebersenkenden Wirkungen

aktiv

lateinisch: tätig, wirksam, rührig, zielstrebig

Adduktion

Das Heranführen der Gliedmassen zum Körper hin

AE

Abkürzung für Arbeitgemeinschaft für Endoprothetik

Agonist

Muskel, der in die gleiche Bewegungsrichtung arbeitet

AHB

Abkürzung für Anschlussheilbehandlung, stationäre Behandlung nach einer Operation in einer speziell ausgestatteten Klinik; Kostenträger sind die Rentenversicherungen z.B. Landesversicherungsanstalt (LVA) oder Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA).

Anamnese

Krankenvorgeschichte

akut

schnell, plötzlich, heftig einsetzend

Allergie

empfindsame, andersartige Reaktion des Organismus und seines Immunsystems auf körperfremde Stoffe z.B. Metalle, Medikamente, Blütenstaub etc.

Allo(arthro)plastik

Ersatz körpereigenen (Gelenk-)Gewebes durch künstliches Material, z.B. Kunstgelenk

Aluminiumoxid

Keramischer Werkstoff, aus dem Kugelköpfe und Pfanneneinlagen gefertigt werden, chemisch: Al2 O3

Analgesie

Schmerzfreiheit

Analgetika

schmerzlindernde Mittel

Analgetikum

Schmerzmittel

Anämie

Verringerung der Zahl der roten Blutkörperchen unter die Norm. Wird allgemein als „Blutarmut" bezeichnet.

Anästhesie

Betäubung, Empfindungslosigkeit, Beseitigung der Schmerzgefühls; Fachsprache für Narkose

Anlaufschmerz

besagt, dass der Beginn einer Bewegung z.B. beim Arthrose-Kranken schmerzhaft ist. Nach einiger Zeit der Bewegung lässt der Schmerz aber nach, da das Gelenk dann genügend „geschmiert" ist.

Antagonist

muskulärer Gegenspieler

ante-

Vorsilbe für „vor", „vorne“, „vorzeitig“

Anteflexion

Bewegung oder Biegung nach vorne

Antetorsion

Drehung nach vorne, z.B. Drehung des Schenkelhalses gegenüber der Knieachse nach vorne

Anteversion

Neigung nach vorne, z.B. Stellung der Hüftpfanne nach vorne

anti-

Vorsilbe für „gegen“

Antibiotikum

Medikament gegen eine Entzündung durch Keime (z.B. Bakterien)

Antihistaminika

Mittel gegen allergische Reaktionen

Antiphlogistika

Entzündungshemmende Mittel, in der Regel auch Schmerz stillend und Fieber senkend. Diese häufig verwendeten Arzneimittel werden auch als nichtsteroidale Antiphlogistika bezeichnet, da sie sich von entzündungshemmenden Hormonen, sogenannten Steroiden z.B. Cortison, Corticoide, chemisch und in der Wirkweise unterscheiden. Sie lindern Schmerz und Schwellung, wodurch z.B. einem Gelenk wieder grösserer Beweglichkeit gegeben wird.

Antipyretika

fiebersenkende Mittel, meist auch schmerzlindernd und entzündungshemmend

Antirheumatikum

schmerzstillendes, entzündungshemmendes Rheumamittel

Apatit

mineralische Verbindung, wie sie auch im Knochen vorkommt

Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik

wissenschaftliche Vereinigung zur Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Kunstgelenke

Arthralgie

bezeichnet einen Gelenkschmerz

Arthritis

ist eine Gelenkentzündung. Sie kann ein Gelenk (monartikulär) oder mehrere Gelenke (Polyarthitis) befallen (siehe chronische Poyarthitis, pcP).

Arthritis psoriatica

das gleichzeitige Auftreten bestimmter Hauterscheinungen (Psoriasis) und einer Polyarthritis

Arthritis urica

eine anfallsweise ein Gelenk betreffende, schmerzhafte Gelenkentzündung die im Verlauf einer Gicht auftritt

Arthrodese

eine operative Versteifung eines Gelenks

Arthron

griechisch: Gelenk

Arthropathie

bezeichnet allgemein eine Gelenkerkrankung, meist eine verschleissbedingte Arthrose

Arthroplastik

operative Korrektur oder Wiederherstellung eines Gelenkes

Arthrose

Verschleissbedingte, sogenannte degenerative Gelenkerkrankung mit schmerzhafter und funktionsbehindernder Gelenkveränderung. Oft z.B. nach jahrelangem Betreiben eines bestimmten Hochleistungssports.

Arthroskopie

Untersuchung des Gelenkinnern mit einem optischen Spezialinstrument: Vereinfacht einem dünnen Rohr mit Lampe und Lupe (Arthroskop).

artikulär

ein Gelenk betreffend

Artikulation

gelenkige Verbindung, Gelenkpaarung

Asepsis

bezeichnet Keimfreiheit, d.h. keine Bakterien, Pilze etc sind z.B. an Händen und Instrumenten, die mit einer Wunde in Berührung kommen

aseptisch

keimfrei, nicht entzündlich

auto-

Vorsilbe für: selbst, aus sich, eigen

Bagatelltrauma

eine kleine unbedeutende Verletzung

Baker-Cyste

Aussackung der Kniegelenkkapsel in die Kniekehle, benannt nach dem englischen Chirurgen Baker

balneophysikalisch

konservative Behandlungsmassnahmen wie Bewegungsbäder, Massagen, Moorpackungen, Strom

Basistherapeutika

werden Arzneimittel genannt die am ehesten ursachenbekämpfend sind. Sie wirken nicht sofort, sondern erst nach Wochen und können zur Heilung oder langandauernden Verlaufsbesserung einer Polyarthritis führen. Sie sind keine Schmerzmittel im üblichen Sinne.

bearing

englisch: tragendes Lager, z.B. Lager eines Kunstgelenkes

Bechterew'sche Krankheit

(Morbus Bechterew) ist eine versteifende Wirbelsäulenerkrankung, durch eine chronische Entzündung der Bänder an der Wirbelsäule

BfA

Bundesversicherungsanstalt für Angestellte

bi-

Vorsilbe für: zwei, doppelt

bicondylär

zweiköpfig, doppelflächig, beim Knie wenn jeweils beide Gelenkoberflächen, also innen und aussen (am Oberschenkel und Schienbein) ersetzt werden

biokompatibel

im lebenden Körper verträglich; z.B. Kunststoffe und Metalle, die eingepflanzt werden

Biologie

Lehre vom Leben, Lehre über die Lebewesen

Biomechanik

auf die Bewegungen des Körpers übertragene Gesetze der Mechanik

BKK

Abkürzung für: Betriebskrankenkasse; gehört zu den gesetzlichen Krankenversicherungen

Blutsperre

das zeitweise Abbinden einer Gliedmasse, z.B. bei einer Schlagaderverletzung

bone

englisch: Knochen

Bouchard-Knoten

Bezeichnung für eine knöcherne Auftreibung auf der Oberseite eines durch Arthrose veränderten Fingermittelgelenks. Diese teils schmerzhafte Auftreibung hat nichts mit einer Polyarthritis (PcP) zu tun.

CAD

Abkürzung für den englischen Begriff: Computer Aided Design; rechner- (computer-) gestützter Entwurf für einen Artikel, z.B. für ein Kunstgelenk (CAD-Prothese)

Caisson-Krankheit

Druckluftkrankheit bei Tauchern. Bei zu schnellem Auftauchen treten Stickstoffbläschen im Blut auf, die die Blutgefässe verstopfen und dadurch unterschiedliche Störungen, Schmerzen und Lähmungen hervorrufen können.

Calcium

wichtiges Bauelement der Knochenhartsubstanz

Capsula

lateinisch: Kapsel, Gelenkkapsel

Caput

lateinisch: Kopf, Gelenkkopf, Hüftkopf

CAS

Abkürzung für den englischen Begriff: Computer Aided Surgery; Operationen bei denen Computer als besondere Hilfsmittel eingesetzt werden, z.B. Planung, Roboter, Navigation

CCD-Winkel

Abkürzung für Caput-Collum-Diaphysen-Winkel, also der Winkel zwischen dem Hüftkopf und Schenkelhals zum Schaft des Oberschenkels; Normalwert beim Erwachsenen etwa 125-130°

Check

englisch: Überprüfung, Kontrolle

Chiropraktik

Anwendung von Handgrifftechniken, insbesondere bei bestimmten Funktionsstörungen („Einrenken")

Chondropathia patellae

Knorpeldegeneration an der Kniescheibe; oft die Folge mechanischer Schädigung

Chondroprotektiva

Medikamente zur Knorpelbehandlung bei Gelenkerkrankungen

Chrom

Metall, chemische Abkürzung: Cr, ist wesentlicher Bestandteil vieler metallischer Implantate

Chrondropathie

eine (meist verschleissbedingte) Knorpelerkrankung

chronisch

stets vorhanden, langsam verlaufend, allmählich sich entwickelnd

Clavicula

Schlüsselbein

Co

chemische Abkürzung für Cobalt

Cobalt

Metall, chemische Abkürzung: Co, ist Hauptbestandteil vieler metallischer Implantate

Collum

lateinisch: der Hals, z.B. Schenkelhals

Commotio cerebri

Gehirnerschütterung. Sie kommt durch äussere Gewalteinwirkung auf den Kopf zustande und kann zu Bewusstseinsstörung und Benommenheit führen.

Computertomographie

Röntgenuntersuchungsverfahren, bei dem ein Computer sehr feine Schnittbilder einer Körperregion errechnet und zur Abbildung bringt, Abkürzung: CT

Corticoide

sind Hormone. Sogenannte Steroid-Hormone (körpereigene Botenstoffe) mit entzündungshemmende und antiallergische Wirkungen, z.B. Cortison.

Coxa

lateinisch: die Hüfte

Coxarthrose

eine Arthrose, also degenerativer Verschleiss des Hüftgelenkes

Coxitis

akute, plötzliche Entzündung des Hüftgelenkes

cP

Abkürzung für chronische Polyarthritis, also Rheuma der Gelenke

CPM

Abkürzung für den englischen Begriff: Continuous Passive Motion, es bedeutet die ständige Bewegung eines Gelenkes durch motorisierte, äussere Hilfsmittel, Motorschienenbehandlung nach einem Gelenkeingriff

Cr

chemische Abkürzung für Chrom

CT

Abkürzung für Computertomographie

Cubitus

Ellbogen

custom-made

englisch: für den Kunden gemacht, individuelle, massgeschneiderte Anfertigung, z.B. individuelle Hüftprothese

cutan

zur Haut gehörig, z.B. subcutan: „unter die Haut“ (als Injektion)

Cutis

Haut

Cyste

Blase, Hohlraum, Höhle, z.B. Knochencysten bei der Entstehung einer Arthrose

Decade

Jahrzehnt

Degeneration

Gewebeabbau durch Verschleiss, z.B. durch übermässigen oder einseitigen Sport oder durch Alterungsprozesse

degenerativ

nicht entzündlich, verschleissend, rückbildend

Derma

Haut

Desault-Verband

elastischer Verband zur zeitweisen Ruhigstellung von Schulter und anliegendem Arm

Desinfektion

Massnahme zur Verminderung der Keimzahl und Abtöten von Krankheitserregern auf Oberflächen; z.B. Haut des Patienten im Operationsgebiet, Hände und Unterarme des Operateurs

Destruktion

Zerstörung von Geweben oder Organen, meist durch Verletzung oder Entzündung

Deuser-Band

Gummiband zum Trainieren der Muskulatur

dia-

Vorsilbe für: durch, zwischen, auseinander

Diagnose

Erkennung und Benennung (einer Krankheit)

Diaphyse

mittlerer Abschnitt eines Röhrenknochens, Schaft

Diarrhoe

Durchfall

Differentialdiagnose

Abgrenzung einer Krankheit innerhalb einer Gruppe von Krankheiten mit ähnlichen Krankheitsbildern

Dislokation

Lageveränderung, Verschiebung, Ausrenkung

distal

vom Rumpf entfernte Teile

Distorsion

Ubermässige Zerrung. Es ist eine Gelenkverletzung die durch Überschreitendes normalen Bewegungsspielraums, z.B. Umknicken oder Verdrehen, zustande kommt und oft mit einer Dehnung des Bandapparates und Schwellungen verbunden ist.

Doping

Verbotene Einnahme leistungssteigernder Medikamente im Sport

dorsal

rückenwärts, rückseitig, hinten

Dosis

verabreichte Menge eines Arzneistoffes

Drainage

Ableitung von Wundwasser oder Blut aus dem Körper

Dreipunktgang

Fortbewegung mit Hilfe von zwei Unterarmgehstützen, wobei immer zwei Stützen voran gesetzt werden

Dysplasie

Fehlbildung, Fehlentwicklung, ungenügende Ausformung (z.B. der Hüftgelenkpfanne)

Eigenpaarung

Gelenk mit zwei Partnern aus demselben Material z.B. Kopf und Pfanne eines künstlichen Hüftgelenkes aus Keramik

Elektrotherapie

Behandlung mit elektrischem Strom, z.B. als Reizstromtherapie, Hochfrequenztherapie

Elevation

heben, nach vorne bewegen

Embolie

Blutpfropf, Gefässverschluss durch Verschleppung in die Blutbahn

endo-

Vorsilbe für innen

Endoprothese

künstlicher Gelenkersatz, z.B. ein künstliches Kniegelenk, oder für ein Organ, das in das Innere des Körpers eingebracht wird

epi-

Vorsilbe für: auf, über, nach, ausser

Epicondylitis humeri

Tennisellenbogen. Tritt vor allem nach Überanstrengung der äusseren Unterarmmuskulatur auf, z.B. bei intensivem Tennisspielen, wodurch sich dortige Muskeln und Sehnen entzünden. Es entsteht ein Druckschmerz am knöchernen Sehnenansatzpunkt, der aber bis in die Hand ausstrahlen kann.

Epicondylitis humeri lateralis

lateinische: Tennisellenbogen

Epikondylus

Knochenfortsatz neben den Kniegelenkflächen des Oberschenkels

Epiphyse

gelenknaher Anteil eines Röhrenknochens, Abschnitt mit Wachstumsfuge

Exanthem

Hautausschlag

Extensionsverband

Steckverband mit einem Dauerzug, wobei als Zugkraft Gewichte verwendet werden

extern

aussen, ausserhalb

Extraartikulär

ausserhalb eines Gelenks liegend

Extremität

Gliedmasse, Bein oder Arm

Faszie

Bindegewebehülle der Muskulatur

femoral

den Oberschenkel betreffend, zum Oberschenkel gehörig

Femur

Oberschenkel, Oberschenkelknochen

Fibula

Wadenbein

Fingerpolyarthrose

Arthrose, bei der mehrere Fingergelenke betroffen sind

Fissur

Knochenriss

Fixateur externe

„äussere Spannvorrichtung"; ein ausserhalb des Körpers verschraubter Metallrahmen mit Verstrebungen. Damit werden z.B. offene Brüche so versorgt und das gebrochene Körperteil zur Heilung ruhiggestellt.

Fixation

Befestigung, Verankerung, z.B. eines Implantates

Flexion

Beugebewegung eines Gelenkes

Ganglion

Knoten, Aussackung der Gelenkkapsel, Überbein

Gastritis

Entzündung der Magenschleimhaut

Gelenkerguss

vermehrte Flüssigkeit im Gelenk

Gelenkkapsel

Hülle um eine Gelenkhöhle. Sie besteht aus einer zarten Gelenkinnenhaut (Synovialis) und einer äusseren faserigen und festen Schicht.

Gelenkspalt

Raum, der sich zwischen den Gelenkflächen befindet

genetisch

im Erbgut angelegt, das Erbgut betreffend, anlagebedingt

Gentamicin

Antibiotikum, das dem Knochenzement beigefügt ist, um einer Infektion vorzubeugen

Gipsverband

Ein aus Gipsbinden hergestellter Verband zur Ruhigstellung von Gelenken und Gliedmassen in einer gewünschten Stellung. Die zuerst weichen Gipsverbände werden in Wasser getaucht und dann am Körper anmodelliert. Sie beginnen nach ca. 30 Minuten fest zu werden.

GKV

Abkürzung für: Gesetzliche Krankenversicherung, z.B. AOK, BKKs oder Ersatzkassen

Gleitpaarung

Kombination der Materialien, die bei einem künstlichen Gelenkersatz direkt aufeinander treffen (bilden die Laufflächen des Gelenkes)

Gleitpartner

dient als Gleitfläche zwischen zwei Gelenkanteilen

Glucocorticoide

Untergruppe der Corticoide, mit stärker entzündungshemmenden Eigenschaften, als die nichtsteroidalen Antiphlogistika. Da Glucocorticoide bei längerer Anwendung erhebliche Nebenwirkungen zeigen, bedürfen sie regelmässiger ärztlicher Kontrolle.

Gluteus

Hinterbacke, Muskulatur am Gesäss, die auch zur Stabilisierung der Hüfte dient

Goldsalze

gehören zu den sogenannten Basistherapeutika bei der chronischen Polyarthritis

Gonarthrose

degenerative Verschleisserkrankung (Arthrose) des Kniegelenkes

Gonitis

Kniegelenkentzündung

Grünholzfraktur

unvollständiger Knochenbruch langer Röhrenknochen bei Jugendlichen

HA

Abkürzung für: Hydroxylapatit

habituell

wiederholt auftretend

Hämoglobin

Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen, der Sauerstoff ins Gewebe transportiert

Hämatom

Bluterguss, somit Ansammlung von Blut im Gewebe oder Hohlräumen meist mit einer Schwellung. Sie zeigt sich zuerst als blaurote, dann später als grüngelbe Verfärbung.

Hartpaarung

Gelenkkörper eines Kunstgelenkes sind aus demselben (harten) Material; z.B. Keramik-Keramik

Heparin

Arzneimittel, das die Blutgerinnung hemmt und Blutgerinnsel wieder aufhebt. Ist in vielen Salben enthalten, die zur Behandlung von Prellungen, Quetschungen, Hämatomen etc. eingesetzt werden.

Herberdensche Krankheit

Arthrose, meist mehrerer Fingergelenke mit Bildung von Knoten an der Oberseite der Fingerendglieder, kann mit zeitweisen Entzündungen einhergehen, hat aber nichts mit der chronischen Polyarthritis zu tun.

Hernie

Leistenbruch

Hitzschlag

Körperstörung die durch einen Wärmestau im Körper z.B. bei starker Sonnenstrahlung oder schwüler Luft, starker Körperanstrengung, verminderter Wärmeabgabe (Schweiss) auftritt. Folgen sind Bewusstlosigkeit, Krämpfe und Fieber.

Hochfrequenztherapie

Anwendung schnellschwingender Wechselströme (Kurz- und Mikrowelle). Diese erzielen einen Wärmeeffekt, der zur beschleunigten Heilung vieler Sportverletzungen, wie Zerrungen, Verrenkungen und Verstauchungen beiträgt.

HTEP

Abkürzung für: HüftTotalEndoProthese, bestehend aus Hüftpfanne mit Pfanneneinsatz, Hüftschaft und Kugelkopf

Humerus

Oberarmknochen

hybrid

Mischung, Kreuzung, Zusammensetzung, zweierlei Herkunft, z.B. Hybridverankerung einer Totalendoprothese: ein Teil der Prothese ist zementiert, der andere zementfrei in den Knochen verankert.

Hydroxylapatit

mineralische Verbindung der Knochenhartsubstanz; sie kann künstlich als keramischer Werkstoff hergestellt werden und dient zur Oberflächenbeschichtung von zementlosen Gelenken; Abkürzung: HA

hyper-

Vorsilbe für über, übermässig

hypo-

Vorsilbe für unter, zu wenig

i.m.

Abkürzung für: intramuskulär (z.B. Injektion)

i.v.

Abkürzung für: intravenös, in die Vene spritzen

idiopathisch

von selbst entstanden, bei Krankheiten beschreibt das Beiwort idiopathisch, dass eine Krankheitsursache nicht bekannt ist; idiopathische Arthrose = Arthrose ohne erkennbare oder bislang bekannte Krankheitsursachen

Iliosacralgelenk

Gelenk zwischen Darmbein und Kreuzbein, also Schluss des hinteren Beckenringes

Ilium

eigentlich os ilium, lateinisch: Darmbein

Immobilisation

Ruhigstellung, Bewegungslosigkeit, Bewegungseinschränkung z.B. einer Gliedmasse oder eines Körperteiles

Implantat

künstliches Funktionsteil, das in den Körper als Ersatz eingepflanzt wird

Indikation

Anwendungsgebiet für ein Arzneimittel oder eine Operation

Infektion

Eindringen von Keimen, wie z.B. Bakterien, Viren in den Körper

infra-

Vorsilbe für: unter, nach, später

Infusion

Einguss, Gabe von Medikamenten oder Wirkstofflösungen in die Vene

Inlay

englisch: Einlage, Lauffläche eines Kunstgelenkes, das in eine metallische Fassung eingebracht wird und als Partner für den Prothesenkopf dient

Innenbandriss

Riss des Seitenbandes an der Innenseite des Knies. Eine typische Verletzung von Fussballspielern und Skifahrern. Die durch Drehen und Abwinkeln des Unterschenkels mit plötzlichem Abbremsen hervorgerufen wird.

Insert

englisch: Einsatz, Einlage, gleichbedeutend wie Inlay

Instabilität

mangelnde Festigkeit

Instrument

hier: chirurgisches Werkzeug, Gerät

inter

zwischen

intra-

innerlich

Intraartikulär

innerhalb eines Gelenkes gelegen

Ischialgie

Schmerzen im Bereich der Ischiasnerven

Ischiassyndrom

Ruhe- oder auch Bewegungsschmerz, der im Bereich des Ischiasnerven auftritt, vom Rücken in die Beine zieht und von Muskelhartspann und Wirbelsäulenstarre begleitet wird. Das Ischiassyndrom wird durch Bandscheibenveränderungen (z.B. Bandscheibenvorfall) in der Lendenwirbelsäule verursacht und kann mit einem „Hexenschuss" (Lumbago) beginnen.

Isometrische Muskelkontraktion

Anspannung des Muskels, ohne eine sichtbare Muskelverkürzung

Isotonische Muskelkontraktion

sichtbare Muskelverkürzung bei gleichbleibender Spannung

-itis

Endsilbe, die immer eine Entzündung und ein rasches Krankheitsgeschehen beschreibt, z.B. Gonitis: Entzündung des Kniegelenkes

Jet-Lavage

Spülen des Knochen mit pulsierendem Strahl, um Markgewebe aus den Bälkchenlücken herauszulösen und Platz für den Zement zu schaffen

Juvenile chronische

Unterform chronischen Polyarthritis. Sie beginnt bei Jugendlichen unter 15 Jahren. In der Regel ist anfangs nur ein Gelenk betroffen.

Karpaltunnelsyndrom

Druckzeichen. Der Nerv, der durch einen Sehnenkanal der handgelenksnahen Unterarmmuskulatur (sogenannter Karpaltunnel) läuft, wird durch Schwellungen der Sehnenscheiden zusammengedrückt. Der Nervendruck löst Schmerzen, Brennen und Stechen im Bereich der betroffenen Hand aus.

Katheter

Röhre zur Ableitung von Körperflüssigkeiten, z.B. Blasenkatheter zur Ableitung von Urin aus der Harnblase

Keramik

Gruppe von Stoffen mit hoher Festigkeit und hoher Schmelztemperatur. Keramische Rohstoffe bestehen häufig aus Verbindungen von Metallen und Nichtmetallen

Kernspintomographie

Verfahren zur Abbildung von Köperregionen mit elektromagnetischen Wellen. In verschiedenen Ebenen werden Schnittbilder erzeugt. Auch Weichgewebe, wie Kapsel, Sehne, Muskel oder Knorpel können zur Darstellung gebracht werden. Gleichbedeutend mit Magnetresonanztomographie (MRT)

Knochenusur

Gewebsverlust an gelenknahen Knochenoberflächen und stellt im Röntgenbild ein typisches Zeichen der chronischen Polyarthritis dar.

Knochenzement

schnellhärtender Kunststoff auf der Basis von Plexiglas zum Fixieren von Kunstgelenken im Knochen. Im noch zähflüssigen Zustand dringt der Knochenzement in Lücken und Spalten des Knochens ein und sorgt nach seiner Erstarrung für eine stabile Verankerung des Implantates

Knorpel

glasiger Überzug von gelenkbildenden Knochenoberflächen, weich, elastisch, druckstabil, wasserreich

Kollaps

Kreislaufzusammenbruch, medizinisch bezeichnet als Schock

kompatibel

verträglich

Kompressionsverband

Verband mit dosiertem Druck, z.B. bei Prellungen oder Venenentzündung

Kondylus

Gelenkfortsatz, Gelenkkopf

konkav

nach innen gewölbt, hohl

konservative Therapie

Behandlung ohne Operation

kontra-

Vorsilbe für: gegen, wider, gegenüber

Kontraindikation

alle Gegebenheiten, die eine Anwendung eines Arzneistoffes nicht zulassen

Kontraktur

Zwangsstellung eines Gelenkes durch Dauerverkürzung bestimmter Muskeln, z.B. durch Schrumpfung der Gelenkkapsel oder Verwachsung von Gelenkflächen

Kontusion

Prellung, meist durch Gewalteinwirkungen wie Stoss, Schlag ohne Verletzung der Haut. Dabei kommt es zu Quetschungen des Unterhautgewebes, manchmal auch der Muskulatur, oft mit Blutergüssen.

Konus

Kegel, Verankerungsprinzip in der Endoprothetik: auf Aussenkonen (männlich) werden Innenkonen (weiblich) gesteckt; z.B. Steckverbindung zwischen Hals und Kopf einer Hüftprothese

konvex

nach aussen gewölbt, erhaben

Korbhenkelriss

häufige Form der Meniskusverletzung, bei der der Meniskus in Längsrichtung gerissen ist

kortikal

vom Rindenknochen ausgehend, zum Rindenknochen gehörig

Kortikalis

festes Knochengewebe im Röhrenknochen, entspricht Kompakta, Knochenrinde; im Gegensatz zur Spongiosa

Kreuzband

Bandverbindung im Zentrum des Kniegelenkes; vorderes und hinteres Kreuzband; die Kreuzbänder verhindern ein Vorwärts- und Rückwärtsgleiten des Oberschenkels gegenüber dem Unterschenkel, sog. Schublade

KTEP

Abkürzung für Knietotalendoprothese, bestehend aus Oberschenkelprothese, Unterschenkelprothese und Gleitpartnern; bei Bedarf auch mit künstlicher Kniescheibe

lateral

lateinisch: seitlich, seitwärts

Lavage

französisch: Waschung, Spülung; Spülen des Knochens zur Entfernung von Markgewebe aus den Bälkchengerüsten, um Raum für die Aufnahme und das Eindringen von Knochenzement zu schaffen

Legierung

kombinierte Zusammensetzung aus verschiedenen Metallen mit deutlich verbesserten Eigenschaften gegenüber den reinen Metallen. So sind alle Hüftschäfte aus Legierungen hergestellt.

Ligament

zugfestes Band aus Bindegegwebe, das z.B. ein Gelenk stabilisiert. Gelenkband (Ligament cruciata = Kreuzband)

Lokalanästhetika

Mittel zur örtlichen Betäubung

Lokaltherapie

örtliche Behandlung bei der Anwendungsort und Wirkort Übereinstimmen, z.B. die Anwendung von Salben, Verbänden etc., bei Hauterkrankungen, Wunden, Prellungen und Muskelzerrungen.

low friction

englisch: geringe Reibung, Prinzip der geringen Reibung zwischen den Gelenkpartnern und damit Verschleissarmut eines Kunstgelenkes

Lumbago (Hexenschuss)

plötzlich einsetzender, meist stechender Kreuzschmerz, begleitet von Bewegungssperre und Muskelhartspann

lumbal

lateinisch: zur Lendenwirbelsäule gehörig

Luxation

Verrenkung, Ausrenkung. Die Verschiebung zweier Gelenkflächen aus ihrer normalen Stellung heraus, bei der das Gelenk nicht mehr funktionstüchtig bewegt werden kann.

m

Abkürzung für: Musculus (Muskel)

Magnetresonanz-Tomographie

Verfahren zur Abbildung von Köperregionen mit elektromagnetischen Wellen. In verschiedenen Ebenen werden Schnittbilder erzeugt. Auch Weichgewebe, wie Kapsel, Sehne, Muskel oder Knorpel können zur Darstellung gebracht werden. Gleichbedeutend mit Kernspintomographie. Abkürzung: MRT

major

lateinisch: grösser, der grössere

Markhöhle

Raum im Röhrenknochen, beim Erwachsenen gefüllt mit Fettgewebe

Markraumsperre

Verschlussstopfen aus Knochen, Polyethylen oder Gelatine, um ein zu tiefes Eintreten des Knochenzementes in die Markhöhle zu verhindern; englisch: Plug

Marschfraktur

Bruch im Mittelfussknochen nach zu starker, ungewohnter Beanspruchung, wie z.B. nach einem langen Marsch

medial

lateinisch: mittelwärts, zur (Körper-) Mitte hin

Meniskektomie

operative Entfernung des Meniskus oder Teile desselben

Meniskus

knorpelige halbmondförmige, bewegliche Zwischengelenkscheibe im Kniegelenk zwischen Oberschenkel und Schienbein, jeweils ein Innen- und ein Aussenmeniskus

Meniskusverletzung

Riss eines Kniegelenkmeniskus bei falscher Beanspruchung

Metallurgie

Wissenschaft vom Ausschmelzen der Metalle aus Erzen, von der Metallreinigung, -veredlung und -verarbeitung

metallurgisch

die Metallurgie betreffend

minor

lateinisch: kleiner, der kleinere

mobile

englisch: beweglich. Initiative der AE zur verbesserten Aufklärung und Unterrichtung von Patienten mit Gelenkerkrankungen; Patientenschule und Patientenzeitschrift

Mobilisation

Beweglichmachung eines Gelenkes

Mobilität

Beweglichkeit

Monarthritis

Entzündung von nur einem Gelenk

Monartikulär

meint nur ein Gelenk betreffend

Morgensteifigkeit

häufige Erscheinung der chronischen Polyarthritis (PcP) mit schmerzhafter Funktionseinschränkung der Gelenke, die mindestens 15 Minuten andauert und sich im Laufe des Vormittags von selbst oder durch Halten und Beugen in warmem Wasser löst.

MRT

Abkürzung für: Magnetresonanztomographie

Musculus

lateinisch: eigentlich Mäuschen; der Muskel, Abkürzung: m

Muskelhartspann

Dauerverspannung eines üblicherweise willkürlich bewegbaren Muskels.

Muskelkrampf

anfallartige, meist schmerzhafte Muskelverkürzung die oft nach Übermüdung oder Ernährungsmangel des Muskels oder zu starker Beanspruchung auftritt

Myositis ossificans

Muskelverknöcherung, die die Spätfolge einer örtlichen Muskelverletzung sein kann

Narkose

Erstarrung, Betäubung des Schmerzes, Ausschaltung des Bewusstseins

Navigation

Verfahren zur genaueren Steuerung und Plazierung von Instrumenten und Implantaten. Kann optisch, mit Infrarot oder elektromagnetisch durchgeführt werden.

Nebenwirkungen

durch ein bestimmtes Arzneimittel erzeugte unerwünschte Begleit- oder Folgewirkungen

Nekrose

Absterben knöcherner Anteile durch verminderte Durchblutung des Knochens

Neuralgie

anfallsweise auftretende Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines Nerven. Der Begriff findet auch oft Verwendung für bei einer Neuritis auftretende Schmerzen.

Neuraltherapie

Ausschaltung von Schmerzen durch örtliche Betäubung

Neuritis

entzündliche Erkrankung eines Nerven

nichtsteroidal

Das körpereigene Hormon Cortison ist chemisch gesehen ein sog. Steroid und wirkt sehr stark als entzündungshemmendes Mittel. Alle antientzündlichen Medikamente, die kein Cortison enthalten, werden deshalb als „nicht steroidal“ bezeichnet

NSAR

Abkürzung für: nichtsteroidales Antirheumatikum. Gruppe von entzündungshemmenden, schmerzstillenden Medikamenten, wie sie bei chronischen Gelenkleiden verabreicht werden. Sie enthalten kein Cortison.

Ödem

Wasseransammlung in Körpergeweben

Oligoartikulär

nur einige wenige Gelenke betreffend

oral

lateinisch: durch den Mund, z.B. Aufnahme von Medikamenten, z.B. Tabletten

Orthese

äussere Stabilisierungshilfe mit Schienen und beweglichen Elementen zur Stabilisierung und Führung von Gelenken (bei fehlender Muskelführung)

ortho-

Vorsilbe für: gerade, aufrecht, in gerader Richtung

Orthopäde

Arzt mit Spezialisierung in Orthopädie

Orthopädie

Lehre von der Entstehung, Verhütung und Behandlung der angeborenen oder erworbenen Fehler oder Krankheiten in Form und Funktion des Bewegungsapparates

os

lateinisch: Knochen

-ose

Endsilbe, die eine langsame, lange dauernde, allmählich einsetzende Erkrankung, also chronisches Leiden beschreibt; z.B. Arthrose

Ossär

die Knochen betreffend

Ossifikation

Verknöcherung, Knochenneubildung, auch dort wo sie eigentlich nicht hingehört, z.B. im Muskel- oder Kapselgewebe nach einer Hüftoperation

Osteochondrose

Degeneration von Knochen und Knorpel

Osteolyse

Auflösung oder Abbau von Knochengewebe

Osteomyelitis

bakterielle Entzündung von Knochen

Osteon

griechisch: der Knochen

Osteophyten

knöcherne Randwülste an den Gelenken wie sie bei der Arthrose regelmässig auftreten, oft stören sie die Beweglichkeit

Osteoporose

Verlust von Knochenmasse und -dichte; diese kann durch Alterung, Medikamente oder Erkrankungen hervorgerufen werden und geht mit einer zunehmenden Brüchigkeit (Stabilitätsverlust) einher

Osteosynthese

operative Behandlung von Knochenbrüchen. Die durch einen Bruch auseinanderliegenden Knochenteile werden wieder lückenlos aneinandergesetzt und dabei durch Schrauben, Nägel oder Platten miteinander verbunden.

Osteotomie

operatives Verfahren zur Behebung von Knochenfehlstellungen

oszillierend

schwingen, pendeln, schwanken

Palpation

Untersuchung durch Betasten

pan-

Vorsilbe für: gesamt, umfassend, alles

passiv

lateinisch: untätig, unselbständig

Patella

Kniescheibe

patellar

zur Kniescheibe gehörig

Pathologie

Lehre von den Erkrankungen, deren Entstehung und Folgen an den Organen

PcP

Abkürzung für primär chronische Polyarthritis, dem wissenschaftlichen Ausdruck für Rheuma

PE

hier Abkürzung für: Polyethylen: weisser Polymerkunststoff. (Auch Abkürzung für Probexcision = Gewebsentnahme zur Untersuchung).

Pelvis

lateinisch: Becken

Penicillamin

sogenanntes Basistherapeutikum bei der chronischen Polyarthritis

per-

Vorsilbe für: durch, hindurch

peri-

Vorsilbe für: um, herum, in der Nähe von

Periarthropathia

schmerzhafte, die Funktion beeinträchtigende Entzündung am Schultergelenk, wobei das Gelenk selbst meist nicht betroffen ist. Sie gehört zum sogenannten Weichteilrheumatismus.

periartkulär

um ein Gelenk herum

perioperativ

um die Operation herum, also die Zeit kurz vor, während und nach dem Eingriff

Periost

Knochenhaut

peripher

aussen, am Rande, fern, weg vom Zentrum

Perkutane Therapie

Behandlung durch die Haut. So dringt das Arzneimittel einer Salbe durch die Haut in das darunterliegende Körpergewebe ein.

Phlebitis

Venenentzündung

Physikalische Therapie (Physiotherapie)

im Bereich vieler Sportverletzungen anwendbare Therapie mit sogenannten physikalischen Massnahmen, teils in Kombination mit Arzneimitteln. Dazu gehören Gymnastik, Unterwasserbewegungen, Heilbäder, Elektrotherapie, Wärme- und Kältebehandlung.

Physiotherapie

Behandlung von Krankheiten mit natürlichen Mitteln, wie Bäder, Massagen, Gymnastik, Licht etc.

PKV

Abkürzung für: Private Krankenversicherung

Plastik

Herstellung, Wiederherstellung, Neubildung; Wiederherstellung eines erkrankten Gewebeabschnittes durch körpereigenes und auch künstliches Material

Plateau

Fläche, Ebene; z.B. Lauffläche auf dem Schienbein oder der unterschenkelseitige Prothesenanteil einer Knieendoprothese

Plug

englisch: Stopsel, Stopfen; Verschlussstopper, der in den Markraum eingebracht wird, um ein Tieferfliessen des noch zähen Knochenzementes zu verhindern

PMMA

Abkürzung für: PolyMethylMethAcrylat, also die chemische Bezeichnung für Knochenzement

Poliklinik

griechisch: polis = die Stadt, also die „Klinik für die Stadt“, in der ambulante Patienten behandelt werden

poly

Vorsilbe für: viel, mehrfach, vielfach

Polyarthritis

gleichzeitig oder nacheinander auftretende Entzündungen in mehreren Gelenken. Medizinische Bezeichnung für Rheuma

Polyartikulär

viele Gelenke betreffend

Polyethylen

relativ weicher, langkettiger Kunststoff aus dem Lager und Laufflächen für Kunstgelenke z.B. Pfanneneinlage bei Hüftgelenken, Lager bei Knieendoprothesen; Abkürzung: PE

Polymer

Kunststoff aus vergleichsweise grossen Einzelbestandteilen, die sich zu einer langen Kette verbinden

Polymethylmeth-Acrylat

chemische Bezeichnung für den selbsthärtenden Kunststoff, der als Knochenzement angewendet wird; es handelt sich demnach um ein Acrylharz, also Plexiglas; Abkürzung: PMMA

Polytrauma

Mehrfachverletzung

post-

Vorsilbe für: nach, danach, später

postoperativ

nach der Operation

Präarthrose

krankhafte Bedingungen, die eine Arthrose begünstigen, z.B. angeborene Fehlstellungen die zu überdurchschnittlicher Gelenkbelastung führen, wodurch diese verstärkt abgenutzt werden

prä-

Vorsilbe für: vor, zuvor, voran

präoperativ

vor der Operation

press-fit

englisch: press = drücken, fit = Sitz, Passung. Press-fit bedeutet eine zementlose Implantationstechnik, bei der Prothesenteile in etwas kleine vorgeformte Knochenlager „fest eingedrückt“ werden und so gleich stabil sind

primär-

Vorsilbe für: erst, sofort, anfangs; bei Erkrankungen beschreibt das Wort primär, dass keine echten Ursachen bekannt sind; z.B. primäre Arthrose = eine Arthrose ohne bislang bekannte Ursache

Primär chronische Polyarthritis (PcP)

wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig mit „Rheuma" gleichgesetzt. Sie ist eine nicht auf bestimmte Gebiete beschränkte Bindegewebserkrankung und befällt grosse und kleine Gelenke. Oft sind auch andere Gewebe, wie Sehnen, Sehnenscheiden, Muskeln, Gefässe und Nerven befallen. Verschiedene Zeichen sind typisch, dazu gehören u.a. der Rheumafaktor, Rheumaknoten und bestimmte Deformationen. Eine nicht seltene Komplikation sind auch das sogenannte Raynaud-Syndrom und das Karpaltunnelsyndrom.

Primäre Wundversorgung

Wundversorgung meint eine Erstversorgung der Wunde nach der Verletzung. Muss eine Wunde genäht werden (Primärnaht), so soll dies innerhalb der ersten 6 Stunden nach der Verletzung geschehen.

Primärstabilität

Stabilität und Festigkeit des Sitzes einer Prothese gleich nach der Implantation

pro-

Vorsilbe für: anstatt, für, vor

Prognose

Vorhersage über Krankheitsverlauf und Heilungsaussicht

Prophylaxe

Vorbeugungsmassnahmen

Prothese

künstlicher Ersatz eines Organabschnitts oder Gliedmassenteils

proximal

lateinisch: nahe, zum Körperstamm (Rumpf) hin

Pseudoarthrose

Falschgelenkbildung; sie entsteht, wenn ein Bruch nicht verheilt und die Knochenteile zueinander beweglich bleiben.

Punktion

Einstich mit einer Hohlnadel in ein Gefäss, Organ oder Gelenk. Im Rahmen von Sportverletzungen, z.B. auch zur Entleerung von Flüssigkeit bei Gelenkergüssen.

Quadriceps

vierköpfiger Kniestreckermuskel

Radiologie

Lehre von der Anwendung von Röntgenstrahlen zur Darstellung von Körperteilen (Röntgen) und Behandlung von Krankheiten

Raynaud-Syndrom

Gefässerkrankung, die oft in der Vorphase einer chronischen Polyarthritis auftritt und zu Minderdurchblutung und Kälteempfindlichkeit der Hände führt

re-

Vorsilbe für: zurück, wider, wieder

Redondrainge

Ableitung von Blut und Wundflüssigkeit nach der Operation in Vakuumflaschen durch Dauersog; benannt nach dem frz. HNO-Arzt Redon

Reduktion

Einrenken eines Gelenkes

Rehabilitation

medizinische, soziale und berufliche Massnahmen zur Wiedereingliederung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit

Reiterknochen

Verknöcherung in der Oberschenkelmuskulatur bei Reitern

Reiter-Syndrom

Krankheitsbild, bei dem in der Regel drei Krankheitszeichen gleichzeitig auftreten: Harnröhrenentzündung, Regenbogenhautentzündung des Auges und Polyarthritis

Reizstromtherapie

Behandlung bestimmter geschädigter Muskeln, die über Stromkontakt zu Einzelzuckungen gereizt werden, z.B. zur Aktivierung gelähmter Muskeln

Release

englisch: Befreiung, Freimachen, Lösen; z.B.: Release der Kniescheibe bedeutet Befreiung der Kniescheibe von zu strenger Bandführung

Remobilisation

„wieder beweglich machen“, Massnahmen nach der Operation die Beweglichkeit und Belastbarkeit einer Gliedmasse wiederherzustellen

Reposition

Einrenkung (eines Gelenkes oder Bruches)

Resektion

Herausschneiden, abschneiden, entfernen

Resektionsarthroplastik

Entfernung degenerativer Gelenkanteile ohne Ersatz durch künstliche Implantate

Resorption

auflösen, aufsaugen

Retardform

Arzneimittelform mit einer verzögerten und kontrollierten Freigabe des Wirkstoffes. Dient der Erzielung einer verlängerten therapeutischen Wirkung.

Retinaculotomie

operative Durchtrennung eines Haltezügels, z.B. Zügel der Kniescheibe; entspricht einer Release-Operation

Retinaculum

Haltezügel; z.B. für Sehnen oder die Kniescheibe

retro-

Vorsilbe für. rück, zurück, rückwärtig, nach hinten

Revision

erneuter Eingriff im zuvor operierten Bereich

Rezidiv

Rückfall; die Wiederholung einer Erkrankung nachdem diese schon abgeklungen war

Rheuma

griechisch: das Fliessen; entzündliche Gelenkerkrankung, bei der verschiedene Gelenke und zu unterschiedlichen Zeiten betroffen sind; die Krankheit fliesst im Körper

Rheumafaktor

ein im Blut bestimmbares Merkmal, das bei der hohen Mehrheit an chronischer Polyarthritis erkrankten Patienten nachweisbar ist.

Rheumatisches Fieber

akut fieberhafte, wenige Wochen dauernde Erkrankung mit Gelenkentzündungen. Es handelt sich dabei um eine Folge einer Streptokokkenerkrankung (bestimmte Art Bakterien), nicht selten im Rachenraum beginnend.

Rheumaknoten

Gewebeknoten, die mit einer Blutgefässentzündung verbunden sind und meist bei fortgeschrittener chronischer Polyarthritis auftreten. Sie sitzen häufig im Bereich der Ellenbogen.

Rheumatismus

Sammelbegriff für Krankheiten des Bewegungsapparates (Muskulatur, Skelettsystem, usw.), die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen und auch eine Erkrankung innerer Organe (Herz, Lunge, Leber usw.) mit sich bringen können. Man unterscheidet folgende drei Formenkreise: 1. Entzündlicher Rheumatismus: betrifft Entzündungen aller am Gelenk beteiligten Gewebe, wie Knochen, Knorpel, Gelenkhaut, Bänder usw. 2. Degenerativer Rheumatismus: Veränderungen vor allem von Knorpel- und Knochengeweben im Gelenk ohne echte Entzündungen, meist Folge von Abnutzungserscheinungen. 3. Weichteilrheumatismus: bezieht sich auf sogenannte Weichteile des Bewegungsapparates, die die Gelenke umgeben.

Rheumatoid

nicht zum rheumatischen Formenkreis zählende Erkrankungen. Ihr Krankheitsbild ähnelt jedoch dem Rheumatismus, es sind aber Gelenkentzündungen nach Infektionskrankheiten.

Rheumatoide Arthritis

Entzündung eines oder mehrerer Gelenke durch rheumatische Leiden

Rippenserienfraktur

Bruch mehrerer übereinanderliegender Rippen, vor allem der mittleren Rippen

Roboter

Apparat zur automatischen Ausführung manueller Arbeit; Operationsroboter können Teile der Operation durchführen, wie z.B. das Fräsen des Knochenlagers für ein Implantat

Rotation

meint Drehung. Aussenrotation ist die Drehung, z.B. der Beine nach aussen; Innenrotation eine Drehung nach innen

Rucksackverband

ein die Schultern nach hinten ziehender Zugverband der zur Entlastung der Bruchenden beim Schlüsselbeinbruch dient

Ruptur

Riss, Zerreissung, Abriss; z.B. einer Sehne

s.c

Abkürzung für: subcutan, also unter die Haut; z.B. Heparinspritzen zur Thromboseprophylaxe

Schleudertrauma

Halswirbelsäulenverletzung, die durch zu schnelle Zurück- und Vorbeugung von Kopf und Rumpf, vor allem bei Auffahrunfällen auftritt. Die starke Streckung und Beugung der Wirbelsäule kann dabei zu Wirbelverletzungen, Brüchen und Bänderrissen führen.

Schlottergelenk

loses, lockeres Gelenk, das im Sport meist durch wiederholte Gelenkkapsel- und Bandüberdehnung oder Ausrenkungen herbeigeführt wurde

Schmieden

Verfahren zur Herstellung von Bauteilen (z.B. Prothesenschäfte) durch Umformen im erwärmten Zustand mittels Schlag oder Druck. Im Gegensatz zum Giessen werden die Metalle nicht flüssig gemacht

Schock

im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Kollaps bezeichnet. Ist ein Anfall allgemeiner Schwäche aufgrund von Kreislaufversagen, verursacht durch Blutdruckabfall. Dadurch wird auch die Hirndurchblutung zu stark herabsetzt, was dann zu Schwindel oder Bewusstlosigkeit führt.

Schub

plötzlich auftretender Krankheitsprozess einer chronischen Dauererkrankung (z.B. bei Primär chronischer Polyarthritis). Das plötzliche Wiederauftreten von Schmerzen und Entzündungszeichen an Organen, z.B. Gelenken, nach einer längeren symptomarmen Phase.

Schubladen-Phänomen

abnorm weite Verschiebbarkeit des Unterschenkels gegen den Oberschenkel bei gebeugtem Knie. Tritt bei Kreuzbandriss am Knie auf.

Sehnen

aus Bindegewebe bestehende Endteile der Muskeln und das Verbindungsstück zwischen Muskeln und Knochen

Sehnenscheide

Doppelwandige Gleitröhre um die Sehnen herum, mit schleimiger Flüssigkeit zwischen Innen- und Aussenhaut. Vermeidet Reibung der Sehnen an besonders beanspruchten Abschnitten.

sekundär

zweiter, zweitrangig, folglich, gemäss; bei Erkrankungen beschreibt das Beiwort sekundär, dass eine Ursache oder eine Erklärung für die Entstehung bekannt ist; sekundäre Arthrose heisst demnach: die Ursache der Arthrose ist bekannt

Sepsis

Allgemeininfektion des gesamten Organismus

septisch

entzündlich, durch Krankheitserreger ausgelöst

Serum

Anteil des Wassers, Salze und Eiweisse im Blut ohne Gerinnungsstoffe und Zellen

Skalpell

Chirurgisches Messer

Skelett

Gerippe, Knochengerüst

Skipunkt

schmerzhafter Druckpunkt (ca. 2,5cm oberhalb des inneren Kniegelenkspalts) der beim Innenbandriss (häufig beim Skifahren) auftritt

Sklerose

Verhärtung, Verdichtung; z.B. Knochensklerose = Verdichtung von Knochen in arthrotischen Gelenkabschnitten

Solarplexus-Schock

Schock (Kollaps), der durch z.B durch einen Box-Schlag in den Bereich der oberen Magengrube verursacht wird

Sonographie

Darstellung von Körperabschnitten mit Schallwellen; z.B. Schwangerschaftsuntersuchungen oder Hüftuntersuchungen beim Säugling

Sperre

Gelenksperre, wobei das Gelenk nicht mehr in vollem Umfang gestreckt (Strecksperre) bzw. gebeugt (Beugesperre) werden kann

spinal

lateinisch: zur Wirbelsäule gehörig

Spondylolisthesis

sogenanntes Wirbelgleiten. Meist ein Abrutschen in Höhe des 5. Lendenwirbels der Lendenwirbelsäule nach vorne. Häufig bei Turnern und Trampolinspringern.

Spondylosis deformans

Bandscheiben- und Verschleisserkrankung. Die Erkrankung greift auch auf die benachbarten Wirbelkörper über. Ist vor allem eine Erkrankung des älteren Menschen und gehört zu den Arthrosen.

Spongiosa

Schwammknochen, Bälkchengerüst an den Enden von Röhrenknochen und Inhalt von Plattenknochen

Sportschaden

schleichende, meist nicht mehr völlig ausheilbare Erkrankung, die durch übermässigen oder einseitigen Sport verursacht wird. Vor allem ist es ein Knorpelverschleiss der Gelenke, der dann zur Arthrose führt.

Staple

Klammer, Hautklammer, Hautverschluss ohne Naht, sondern mit Metallklammern

steril

keimfrei, unfruchtbar

Steroide

Stoffgruppe mit bestimmter chemischer Struktur, zu der auch Hormone wie Cortison gehören

Stützkorsett

Mieder mit eingenähtem Gerüst zur Abstützung und Ruhigstellung der Wirbelsäule

Stützverband

Fixationsverband, z.B. ein harter Bindenverband zur Ruhigstellung eines Körperteils, bei Knochenbrüchen, Verrenkungen und nach Knochenoperationen

sub-

Vorsilbe für: unter, unterhalb, zu wenig, nicht ganz

subcutan

lateinisch: unter die Haut, z.B. Injektion von Heparin oder Insulin, Abkürzung: s.c.

Subdurales Hämatom

eine durch Verletzung verursachte Blutung innerhalb des Schädeldaches unter der Hirnhaut. Die Blutung führt zu Druck auf das Gehirn, wodurch es innerhalb unterschiedlich langer Zeiträume (von Stunden bis zu Wochen) zu Erscheinungen wie Bewusstlosigkeit, Lähmungen oder Empfindungsstörungen kommen kann.

Subluxation

Teilausrenkung, unvollständige Ausrenkung eines Gelenkes (oft mit selbsttätiger Einrenkung)

super-

Vorsilbe für: über, übermässig

Suppositorium

Zäpfchen, Verabreichung von Wirkstoffen über die (End-)Darmschleimhaut

supra-

Vorsilbe für: über, auf, besser, mehr

Symptom

Krankheitszeichen

Syndrom

Krankheitsbild mit mehreren charakteristischen Krankheitszeichen/Symptomen

Synovektomie

operative Entfernung der erkrankten Gelenkschleimhaut

Synovia

„Gelenkschmiere", ein von der Gelenkschleimhaut gebildete Gelenkflüssigkeit

Synovialis

Gelenkinnenhaut

Synovitis

Entzündung der Gelenkinnenhaut

Szintigraphie

Bildliche Darstellung von Stoffwechselvorgängen oder Organfunktionen mit Hilfe von radioaktiven Substanzen; z.B. Knochen- oder Skelettszintigraphie

Tendinose

krankhafte Veränderung an den Knochen-Sehnenansätzen durch mechanische Überbeanspruchung, z.B. der sogenannte Tennisellenbogen

Tendo

griechisch: Sehne. Endstück des Muskels, dient dem Ursprung und Ansatz am Knochen und überträgt die Zugwirkung des Muskels auf den Knochen.

Tendovaginitis

Sehnenscheidenentzündung

Tennisellenbogen

Sehnen- und Muskelentzündung, vor allem nach Überanstrengung der äusseren Unterarmmuskulatur: z.B. bei intensivem Tennisspielen, worauf ein Druckschmerz am Sehnenansatzpunkt entsteht, der bis in die Hand ausstrahlen kann.

Tetanus

Wundstarrkrampf; eine plötzlich auftretende, schwere Infektionskrankheit, die durch das Gift der Tetanusbazillen hervorgerufen wird und sich in einer krampfhaften Starre der Muskulatur äussert. Bei jeder Verletzung mit offener Wunde (Haut mitverletzt!) besteht Gefahr einer Tetanusinfektion. Deshalb sollte sich jeder, der sich offen verletzt, gegen Tetanus impfen lassen, wenn er keinen ausreichenden Impfschutz hat.

Thera-Band

Gummi-Band für die selbständige Übungsbehandlung zur Dehnung und Kräftigung der Muskulatur, Kurzbegriff für: Therapieband

Therapie

Behandlung der Krankheiten, Heilverfahren

Therapie, lokale

die örtliche Behandlung, bei der Anwendungsort und Wirkort übereinstimmen, z.B. geeignet bei Haut- und Schleimhauterkrankungen, Wunden, Prellungen und Muskelzerrungen

Therapie, systemische

Allgemeintherapie, bei der das Arzneimittel erst in die Blutbahn geht, um dann an den gewünschten Wirkort im Körper zu gelangen. Dazu gehörten Tabletten, Spritzen etc.

Thrombopenie

Verringerung der Blutplättchen unter die Norm. Blutplättchen werden für die Gerinnung, z.B. nach einer Verletzung, benötigt.

Thrombose

Blutpfropf, Gerinnsel, meist in Venen, aber auch in Arterien; löst sich ein Thrombus und schwimmt im Blutstrom, so wird er zum Embolus

Ti

chemische Abkürzung für: Titan

Tibia

Schienbein, der grössere Knochen des Unterschenkels

Tiefenrausch

Erscheinung, die beim Tieftauchen auftritt und einem Alkoholrausch ähnelt. Nach einem Stadium mit Euphorie, Denkstörungen, unkontrollierten Bewegungen, kann es zu Bewusstlosigkeit und Tod führen.

Titan

sehr beständiges, korrosionsfestes, leichtes Metall, chemische Abkürzung: Ti

Tomographie

Schnittbild, z.B. Computertomographie = Schnittbilder mit einem Röntgenverfahren, bei dem ein Computer rasch die Bildformationen ausrechnet und darstellt

Torsion

Drehung, Achsendrehung; Antetorsion = Drehung nach vorne, Retrotorsion = Drehung nach hinten

total

gesamt, völlig, ganz, alles

Tourniquet

französisch: Drehkreuz, Blutsperre zur Drosselung oder vollständigen Unterbrechung der Durchblutung für die Dauer der Operation

trans-

Vorsilbe für: über, hinüber, jenseits

Transfusion

Blutübertragung

Trauma

griechisch: Verletzung, Wunde

Traumatologie

Lehre von der Entstehung, Behandlung, Verhütung und Folgen von Verletzungen

Tribologie

Lehre von der Reibung, dem Verschleiss und der Schmierung sich gegeneinander bewegender Körper/ gelenkiger Verbindungen; eigentlich ein Begriff aus dem Maschinenbau

Trochanter

Rollhügel, Knochenvorsprung am Oberschenkel. Der grosse Rollhügel, also Trochanter major, ist in der Nähe der Hüfte am oberen Ende der Oberschenkel¬aussenseite zu tasten (minor = einwärts liegend)

Trümmerfraktur

Knochenbruch mit mehreren Einzelbruchstücken

Tubus

Röhre, Schlauch; Schlauch in die Luftröhre zur Beatmung während der Narkose = Intubationsnarkose

Ulcus

Geschwür, Krater; ein Geschwür ist immer ein Verlust von Gewebe; im Gegensatz dazu ist eine Geschwulst immer eine Vermehrung von Gewebe

Ulnardeviation

typisches Zeichen der chronischen Polyarthritis, eine Abweichung aller langen Finger vom Daumen weg

Umstellungsosteotomie

operative Korrektur von Fehlstellungen der gelenkbildenden Knochen

uni-

Vorsilbe für: ein, einzeln, einseitig, allein

unicondylär

nur einen Gelenkkopf betreffend; z.B. bei Knieteilprothesen, bei denen nur eine Seite, innen oder seltener nur aussen ersetzt wird

unilateral

einseitig, nur eine Körperseite betreffend

Uveitis

Regenbogenhautentzündung der Augen

valgus

krumm, schief, nach innen gewölbt (x-beinig)

varus

krumm, verbogen, nach aussen gewölbt (o-beinig)

vastus

weit, gross, Muskelbauch

Vierpunktegang

Gang an zwei Unterarmgehstützen, wobei kreuzweise Beine und Stützen vorangestellt werden

Weckamine

anregende Substanzen, die zu kurzzeitiger körperlicher Leistungs- steigerung, aber auch zu Euphorie, innerer Unruhe, Unrast, mangelnder Konzentration und Schlaflosigkeit führen. Anwendung von Weckaminen ist im Leistungssport als Doping verboten.

Weichpaarung

gelenkige Verbindung zweier unterschiedlich harter Materialien; z.B. Metall (-Kopf) und Polyethylen (-Pfanne)

Zement

selbsthärtender Füllstoff zwischen zwei oder mehreren Bauteilen; z.B. Ziegel, aber auch Knochen und Implantat

Zinkleimverband

starrer, an empfindlichen Hautstellen gepolsterter Druckverband aus Zinkleim- oder Mullbinden, die nach dem Anlegen mit einer erwärmten Masse aus Zinkgelatine bestrichen werden

Zirkoniumoxid

keramischer Werkstoff, dient zur Herstellung von Kugelköpfen und als Röntgenkontrastmittel in Knochenzementen, chemische Abkürzung: ZrO2

ZrO2

chemische Abkürzung für den keramischen Werkstoff Zirkoniumoxid

Zytostatika

Substanzen, die die Zellteilung erheblich verzögern oder verhindern. Sie finden vor allem in der Krebstherapie Anwendung, werden aber auch verschiedentlich in fortgeschrittenen Stadien der chronischen Polyarthritis eingesetzt.

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